Nicht aus jedem Sodbrennen entsteht ein Barrett-Syndrom. Und dennoch sollten Beschwerden ernst genommen werden.

Wer häufig unter Sodbrennen leidet, muss nicht panisch werden und überreagieren. Und trotzdem sollte bei anhaltenden Beschwerden eine Magenspiegelung in Erwägung gezogen werden. Nur sie kann Aufschluss geben.

Wie entsteht das Barrett-Syndrom

Das Barrett-Syndrom – auch Ösophagus genannt – ist oftmals die Folge der Reflux-Krankheit. Hierbei fließt die Magensäure zurück in die Speiseröhre und richtet dort so allerhand Schaden an.

Die Tatsache an Reflux erkrankt zu sein, bedeutet nicht automatisch auch am Barrett-Syndrom zu erkranken. Nur etwa 10% der Betroffenen entwickeln infolge auch einen Barrett-Ösophagus. Erst wenn die Magensäure über einen längeren Zeitraum in die Speiseröhre zurückläuft, können Folgeerkrankungen entstehen.

Sodbrennen, häufiges Aufstoßen sowie Schmerzen im Brustbereich sollten daher sehr ernst genommen und eine Magenspiegelung nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn nur durch eine Magenspiegelung bzw. Speiseröhrenspiegelung, bei der eine Biopsie, also eine Gewebprobe genomen wird, kann eine genaue Diagnose gestellt werden.

Was bedeutet Barrett-Syndrom

Beim Barrett Ösophagus verändert sich die Schleimhaut in der Speiseröhre. Bei einer Biopsie wird festgestellt, ob sich diese Schleimhaut in der Speiseröhre bereits krankhaft verändert hat. Bei länger anhaltendem und schwerem Reflux ist diese Gefahr deutlich erhöht.

Wurde das Barrett-Syndrom diagnostiziert, sind engmaschige Konrollen mittels Spiegelung zwingend nötig und sollten unbedingt auch eingehalten werden. Aus einem Barrett-Ösophagus kann ein Barrett-Karzinom, also Speiseröhrenkrebs, entstehen. In welchem zeitlichen Rhytmus kontrolliert werden muss, entscheidet der behandelnde Arzt.

Vorsorge ist wichtig

Wer also langanhaltende Beschwerden mit Sodbrennen, Aufstoßen nach dem Essen usw. hat, sollte vorsichtshalber eine Magen- und Speiseröhrenspiegelung durchführen lassen. Heutzutage ist das nicht mehr so unangenehm wie noch vor 20 Jahren. Auf Wunsch gibt es eine kurze Vollnarkose, die nur so lange andauert wie die Spiegelung.

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