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Wenn der Kaffee plötzlich Magenschmerzen bereitet.

Wenn ich eines meiner Lieblingsgetränke aufzählen soll, dann ist es Kaffee. Blond und ohne Zucker. Es geht doch nichts über einen leckeren Milchkaffee.

Ich gestehe: an einem normalen Arbeitstag kamen bei mir gut und gerne bis zu vier solcher Muntermacher auf den Tisch. Nicht etwa, weil ich ohne Kaffee nicht wach bleibe oder meine Konzentration nachlässt. Nein. Ich mag ihn einfach sehr.

Wenn Kaffee zum Luxus wird

Was für mich das Schlimmste war, als ich meine Diagnose bekam? Ganz klar: auf Kaffee verzichten. Ich kann wirklich mit allem leben – ok, mit vielem. Ich habe meinen Speiseplan völlig umgekrempelt. Kristallzucker erlaube ich nur noch, wenn es nicht anders geht, wenn er eben mal in einem fertigen Produkt wie Keksen enthalten ist. Gewürze verwende ich nur noch sehr sehr sparsam.

Den Kaffee auf ein Minimum zu reduzieren, war für mich echt hart. Ich kann nicht komplett darauf verzichten, da ich noch keinen Zugang zu Kräutertees gefunden habe. Viele Sorten vertrage ich leider nicht und von einigen wird mir einfach nur ganz komisch im Magen.

In Sachen Kaffeegenuss bin ich auf Espresso umgestiegen, weil er besser für den Magen ist. Ich koche ihn nach alter italienischer Tradition: in einer stink normalen Espresso-Kanne auf dem Herd. Anschließend gieße ich ihn mit heißer Milch auf. An diesem schwarz-blonden Glück halte ich mich fest und trinke ihn fast schon in homöopatischen Dosen, damit ich lange etwas davon habe.

Röstung und Zubereitung

Kaffee ist nicht gleich Kaffee – auf die Röstung kommt es an. Ungünstig ist es, wenn die Kaffeebohnen in zu kurzem Zeitraum aber bei sehr hoher Temperatur geröstet werden. Hierbei bilden sich die fiesen Bitterstoffe, die buchstäblich auf den Magen schlagen und die Magenschleimhaut angreifen können. Wichtig ist die schonende und lange Röstung, bei der ein eher magenfreundlicher und bekömmlicher Kaffee entsteht.

Bei der Zubereitung von Espresso wird das Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Dies geschieht innerhalb weniger Sekunden und das Wasser nimmt dadurch nur sehr wenige Bitterstoffe, also Schadstoffe, auf. Bereitet man hingegen einen normalen Pulverkaffee zu, so fließt das Wasser tropfenweise in das Kaffeepulver. Der Kaffee zieht also wesentlich länger als ein Espresso und nimmt somit auch erheblich mehr Schadstoffe auf.

Ist der Kaffee schuld an Magenproblemen?

Viele Menschen, die an Magen-Darm-Problemen leiden, vertragen keinen Kaffee. Wer an Sodbrennen und/oder Barrett-Syndrom leidet, fährt tatsächlich besser, wenn er auf Kaffee weitgehend verzichtet. Das beruht auf Erfahrung von Betroffenen. Laut Forschung sieht es etwas anders aus.

Das enthaltene Koffein regt zwar nachweislich die Magensäure an, weshalb man dem Kaffee auch verschiedene Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt zuspricht. Japanische Forscher haben beispielsweise die Wirkung von Kaffee bei Erkrankungen wie u.a. der Refluxkrankheit und der Refluxösophagitis getestet. Mehr als 8000 Teilnehmerdaten wurden ausgewertet und es konnte kein erkennbarer Einfluss festgestellt werden.

Bis heute sind Forscher also auf dem Gebiet nicht sicher, ob Kaffee wirklich schadet, wenn man an der Reflux-Krankheit oder am Barrett-Syndrom erkrankt ist. Vermutlich muss jeder einfach für sich selbst herausfinden, ob es ihm gut geht, wenn er Kaffee trinkt oder nicht.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich zumindest ab dem frühen Nachmittag keinen Kaffee mehr vertrage. Ich bekomme Magenschmerzen und teilweise auch Übelkeit.

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