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Caro vom Blog frauenpowertrotzms ist eine echte Powerfrau. Trotz der Erkrankung an Multipler Sklerose geht sie tough durchs Leben und schreibt sogar in ihrem Blog darüber.

Mein Name ist Caroline Régnard-Mayer, ich bin 53 Jahre alt und geschieden. Ich habe zwei erwachsene Kinder und wurde durch die Erkrankung Multiple Sklerose (MS) 2005 als MTA berentet. Seit 18 Jahren bin ich alleinerziehende Mama. Und ich bin die Autorin des Blogs Frauenpower trotz MS.

Nach dem Aus in meinem Beruf taten sich neue Wege auf. Seit Ende 2008 schreibe ich aus der Sicht als Betroffene und an Multiple Sklerose Erkrankte auf meinem Blog: zur Krankheitsbewältigung, aber auch, um Betroffene und deren Angehörige zu informieren, zu beraten und die Erkrankung zu erklären.

Meinen Humor habe ich nicht verloren. Die Multiple Sklerose habe ich heute akzeptiert und dadurch neue Wege für mich gefunden!

Caroline Regnard Mayer Frauenpower trotz MS

Diagnose Multiple Sklerose – nichts war wie vorher!

Nach der Geburt meiner Tochter 1995 traten die ersten Koordinations- und Sensibilitätsstörungen in den Armen, später auch in den Beinen, auf. Da mein Kind sehr schwer erkrankt auf die Welt kam, forderte mich der Alltag so sehr, dass ich die Symptome ignorierte. Was aus heutiger Sicht das Beste war, denn sonst hätte ich die schwere und kräftezehrende Zeit nicht wuppen können.

Die Beschwerden verschwanden nach einiger Zeit. Die Fatigue – auch Ermüdungssyndrom genannt – waren jedoch präsent wie ein klebriges Bonbon, doch auch das schob man auf die 24-Stunden-Pflege meiner Tochter.

Nach der Geburt meines Sohnes 1999 kamen die Symptome zurück. Ameisen tobten sich in meinen Beinen aus. Welch abscheuliches Gefühl, doch auch in dieser Situation ignorierte ich alles, da auch mein zweites Kind an einer Hüftdysplasie litt.

Nachts war ich permanent auf Wanderschaft, da beide Kinder abwechselnd aufwachten und weinten. Mein Mann entzog sich allem: die Pflege rund um die Uhr beider Kinder und nächtliche Fürsorge stemmte ich alleine.

Doch nicht genug: nach weiteren sechs Jahren wurde bei meinem Mann ein Gehirntumor diagnostiziert. Jetzt hatte mich das Leben kalt erwischt. Drei Patienten zuhause… ich rotierte und dass ich nicht Amok lief, verdanke ich meinem Naturell.

Jetzt ging die Post so richtig ab!

Die Ereignisse überschlugen sich. Mein Mann zog zu seinen Eltern und meine Kinder und ich verloren unser Zuhause. Meine bis dahin noch nicht diagnostizierte Multiple Sklerose fuhr alle Geschütze auf.

Ich suchte mir eine Halbtagsstelle in einem Krankenhaus in der Nähe – leider mit Nacht-, Spät- und Wochenenddiensten. Nicht gerade förderlich für Madame MS, aber konnte ich ahnen, dass ich schwer krank war?

Brav hatte ich die Symptome in eine Schublade gepackt. Ich musste funktionieren, ob ich wollte oder nicht. Die Beschwerden machten meinen Alltag zum Spießrutenlauf und Probleme am Arbeitsplatz blieben nicht aus. Eine Sehnerventzündung ließ meine Umgebung in einen Nebel verharren und an scharf sehen war nicht zu denken – auch wenn mich meine Chefin im Labor mobbte.

Trotzallem hielt ich durch, da ich nun alleinerziehende Mama war. Einen vermögenden Mann zu haben, der nicht zahlte, gab mir den Rest bei dem ganzen Schlamassel.

Es reichte mir

Vom Frauenarzt über einen Neurologen bis zum Hausarzt – nichts ließ ich unversucht. Ich wollte wissen was mit mir nicht stimmte. Eine Odyssee begann.

Von 1995 bis 2004 dauerte es, bis ich die Diagnose Multiple Sklerose (MS) erhielt. All meine Symptome schob man auf die aktuelle Situation einer alleinerziehenden Mutter, die Unterhalt per Gericht oder Jugendamt einklagen muss, die arbeiten geht, da kleine Kinder da sind. Keiner schaute richtig hin oder nahm meine Beschwerden ernst.

Bis ich dann zum zweiten Mal meinen Neurologen von 1997 aufsuchte. Er bereitete mich langsam auf die MS vor, doch damals hörte ich nicht zu. Denn es war mir unmöglich. Ich konnte einfach nicht noch mehr auf meine Schultern lasten.

Dann kam der Tag X

Ich kann bis heute nicht in Worte fassen, was ich damals an dem Morgen der Diagnose fühlte. Man nehme eine Schüssel und schütte alle menschlichen Gefühle hinein, kräftig umrühren – fertig ist ein Gebräu, das man Multiple Sklerose nennt. Ich war leer, fassungslos, wütend, entsetzt, ängstlich, hoffnungslos, erstarrt, bewegungsunfähig, mutlos, todunglücklich, hilflos … ich wollte schreien, doch kein Ton kam über meine Lippen, ich weinte um gleich wieder zu lachen, da es wie ein Hurrikan in mir tobte.

Ich spielte die Starke, um zusammenzubrechen wenn ich alleine war. Ich setzte einen Fuß vor den anderen ohne den Weg zu sehen. So in etwa war dieser Tag der Diagnose: meiner MS.

Irgendwann muss man kapieren, sonst tut es immer weh

Es gibt keinen Tag, den man festmachen kann, der mir die Augen öffnete und ich mir sagte: Entweder du akzeptierst deine Multiple Sklerose (MS) mit allen Tiefen, hörst auf dagegen zu kämpfen oder du gehst unter. Deswegen begann ich dann zu leben, in kleinen Schritten, sehr kleinen, aber ich fing endlich an. Einiges probierte ich aus, vieles zog ich durch, um gestärkt in Richtung Zukunft durchzustarten.

Das Schreiben über die MS hat mir all die Jahre viel Kraft gegeben. Schreiben ist Therapie. Heute helfe ich Menschen, die Krankheit zu verstehen, und tausche mich mit ihnen aus. Ich bin Gruppenleiterin einer MS-Selbsthilfegruppe und im Behindertenbeirat der Stadt Landau.

Meine Tipps für euch, die euch hoffentlich auch helfen werden

Du bist genauso stark wie ich

Warum sollst du es nicht genauso schaffen wie ich, die MS zu akzeptieren? Ich bin nichts besonderes, nur habe ich den Prozess bereits durchlaufen. Du bist stark, sobald du die Diagnose akzeptiert hat. Lass dir Zeit, aber kämpfe auf keinen Fall gegen diese Krankheit. Kämpfen bedeutet, dass du Kraft einbüßen wirst und sie nimmt dir Lebensqualität. Deswegen höre sofort auf zu kämpfen!

Übernehme Eigenverantwortung beim Akzeptieren

Keiner hat Schuld, dass du diese Erkrankung hast – auch du nicht! Aber übernehme Eigenverantwortung über deine Art und Weise, wie du mit der Diagnose umgehst, wie du im Leben stehst, was du aus deinem Alltag und was du als Mensch machst. Suche nicht die Schuld bei anderen. Übernehme Verantwortung für dich selbst, deine Aufgaben, dein Leben. Auch ich habe es lernen müssen und leicht war es nicht immer. Dieser Tipp soll dir Kraft geben und eröffnet dir ganz andere Perspektiven.

Du wirst leiden, aber es geht vorbei

Ich habe gelitten, bin gefallen, in ein dunkles Loch gestürzt und immer wieder aufgestanden. Heute auch noch. Doch ich weiß jetzt, dass es auch die guten Tage gibt und dass das Leid der Multiple Sklerose immer wieder vorbei geht. Außerdem war es ein langer Prozess des Akzeptierens und das werde ich mir jetzt nicht wieder kaputt machen lassen. Du hast das Leid ertragen, du bist oft genug gestärkt daraus hervorgegangen und du weißt jetzt, du bist stark. Nichtigkeiten werden dich weniger berühren oder aufregen.

Finde den Sinn des Lebens – deinen Lebenssinn

Jeder hat eine Berufung, eine Gesinnung, ein Lebensmuster und jeden Menschen treibt etwas anderes an. Stell dir mal die Frage: was bedeutet für dich zu leben? In was siehst du den Sinn im Leben? Möchtest du andere Menschen motivieren? Für mich ist letzteres ein Teil meines Lebens. Euch zu motivieren, euch zu informieren und über die Multiple Sklerose aufzuklären, euch einen Stück auf eurem Weg des Akzeptierens zu begleiten. Auch du wirst den Sinn des Lebens finden. Beginne umgehend damit. Du wirst dich sofort besser fühlen.

Lerne deine richtigen Freunde kennen

Sehr schnell findest du nach der Diagnose heraus, wer dein Freund ist oder nur für kurze Zeit dein Wegbegleiter war. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: manche Menschen werden dich nicht verstehen und dein neues Leben mit allen Höhen und Tiefen einer MS auch nicht. Rechtfertige dich nie! Nicht für die Umstände, Symptome und Veränderungen, die eine chronische Krankheit mit sich bringt. Bleib dir treu. Denn du bist wichtig, du kannst nichts für die Veränderungen. Trenne dich von angeblichen Freunden, auch wenn es vielleicht am Anfang weh tut oder du enttäuscht bist.

Motiviere dich – glaube an dich

Lerne dich kennen und besonders deine Ziele. Du fragst vielleicht jetzt, was ist denn mein Ziel? Finde es heraus. Überlege dir, was du schon immer mal machen wolltest? Was möchtest du im Leben erreichen? Möchtest du einen anderen Beruf ausüben? In eine andere Stadt ziehen oder auswandern? Ein neues Hobby? Mache dir eine Liste, notiere dir deine Gedanken und sortiere. Es ist nie zu spät, etwas Neues zu beginnen, etwas auszuprobieren oder zu verändern. Selbst kleine Ziele können dich motivieren. Probiere es aus!

Achte auf dich – auf deinen Körper und deine Seele

In all den Jahren meiner MS-Erkrankung habe ich eines gelernt und das ist mein nächster Tipp für dich: Höre in dich hinein, lerne deinen Körper kennen, wie er in bestimmten Situationen reagiert. Wie er mit Stress umgeht, wenn du einen langen Arbeitstag hattest oder wie sich deine Symptome verschlechtern, wenn du zu lange feierst oder arbeitest.

Setze keine Maske auf und rechtfertige dich nicht. Lerne damit umzugehen – das ist deine Stärke. Sei dankbar für all die Dinge, die du noch machen kannst. Bei einigen Betroffenen ist es sehr wenig und ich bewundere ihre mentale Stärke und bin dankbar, dass sich unsere Wege kreuzen. Sie geben mir Kraft, wenn ich am Boden bin. Beschämt stehe ich auf und lebe erneut, motiviere mich! Und hoffe, du kannst das auch.

Du hast Fragen oder möchtest noch mehr über mich erfahren? Schau mal auf meinem Blog vorbei. Außerdem findest du mich auf Facebook und auf Instagram. Ich freue mich auf dich.

Deine Caro

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