Das Gründerinnen-Seminar der bpw-Akademie. Wenn Frau sich auf den Weg macht in die große weite Welt. Wie fühlt es sich an, wenn auf dem Stuhl, auf dem Du die nächsten zwei Wochen sitzen wirst, steht:

Hier sitzt die zukünftige Unternehmerin

“Wir freuen uns sehr, dass sie alle hier sind. Zunächst beginnen wir mit einem Pitch. Jede von ihnen hat maximal 5 Minuten Zeit”. Bitte … was zum Teufel ist ein Pitch? Ich hatte wirklich Glück, dass ich nicht als Erste dran kam und erstmal die Möglichkeit hatte, den anderen Damen vor mir zuzuhören. Spätestens nach der ersten Rednerin wusste ich, was auf mich zukommt. Name, Wohnort, vielleicht noch das Alter – wir waren ja unter uns – und ganz wichtig: was wollten wir eigentlich hier?

Die Summer School 2017 in Brandenburg

Da saß ich nun: eine von 13 Damen, die von der Bpw-akademie und vom Familienministerium eingeladen wurden, um an der Summer School 2017 teilzunehmen. Ganz großes Kino – für mich. Die Summer School richtet sich an Frauen, die mehrere Jahre aus dem Berufsleben ausgestiegen sind und den Weg in die Selbstständigkeit anstreben. Ein Interview am Telefon, man musste sein Konzept in wenigen, aber klaren Worten vorstellen. Dann begann das große Warten, ob man eingeladen wird zum zweiwöchigen Seminar.

Los gehts – nach Brandenburg zur Summer School 2017

Wenn Frau morgens um 4:30 Uhr im ersten Zug sitzt, kann der Tag lang werden. Mit einem Koffer, der so groß und schwer ist, dass ihn die Deutsche Bahn eigentlich im Handgepäck verbieten müsste. Mehrmaliges Umsteigen mit diesem Monster in der Hand, Handtasche auf der einen Schulter, Laptop Tasche auf der anderen. Da macht das Reisen nicht wirklich Spaß. Zeit zum Umziehen im Hotel – Fehlanzeige. Stattdessen schnell mit den hohen Absätzen an den Füßen in brütender Hitze zum Veranstaltungsort rennen. Wer kommt schon gerne zu spät am ersten Tag.

Sie haben doch sicher Interesse an einem schnellen Interview?

Grundsätzlich ist das kein Problem. Oder doch? Unter oben genannten Umständen könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, dass ich mich schon mal frischer in meiner Haut gefühlt habe. Aber  als angehende Unternehmerin musste ich da offensichtlich durch. Zumal die netten Herren von der Presse sowieso nicht locker ließen. Die Damen vom Fernsehen haben das Glück, dass sie vorher nochmal schnell abgepudert werden. Ich hatte keine Puderdose an Board, die stand bereits im Hotel und ich glänzend im Gesicht vor der Kamera.

Hatten wir uns etwa zu viel vorgenommen?

Diese zwei Wochen waren ein Wechselbad der Gefühle. Jeden Abend saßen wir trotz völliger Übermüdung noch lange im Hotel zusammen. Hier konnten wir außerhalb der offiziellen Seminarräume in Ruhe über unsere Vorhaben, unsere Pläne, unsere Ziele in Sachen Selbstständigkeit reden. Und fast täglich gab es eine von uns, die am liebsten alles hingeworfen hätte. Hatten wir uns doch zu viel vorgenommen?

Im Gegensatz zu mir waren die meisten anderen verheiratet. Wollten trotzdem auf eigenen Füßen stehen. Nicht weiterhin Vollzeit-Mütter sein, eigenes Geld verdienen. Jede von uns hatte irgendwann damit begonnen, sich mit seiner ganz persönlichen Idee einer Selbstständigkeit auseinander zu setzen. Manche trugen dies schon jahrelang mit sich herum.

Dem Ziel immer näher

Nun kamen für die meisten von uns die vielleicht wichtigsten Wochen überhaupt. Der Weg in die Selbstständigkeit musste gut geplant werden. Was Frauen überhaupt nicht mögen sind Zahlen, Daten, Fakten. Und natürlich Geld. Wo bekommen wir das denn her, um wirklich starten zu können? Manche von uns brauchten sehr viel Startkapital, andere – so wie ich zum Glück – konnten eigentlich direkt starten.

Schulungen und Input auf der ganzen Linie. Der Kopf wusste oft nicht mehr, wo er all das noch abspeichern sollte. Wir haben gepitched was das Zeug hält, haben Konzepte erstellt bis spät in die Nacht, Business Pläne ausgearbeitet und am letzten Tag jeder für sich vor einem großen Gremium aus Ministerium, Fachhochschule und Wirtschaft präsentiert, als hätten wir nie etwas anderes gemacht.

Gut gerüstet – für alle Zeiten

Heute, einige Wochen später, werden die grauen Zellen wieder lebendig und spucken aus, was gerade benötigt wird. Was uns teils vielleicht unüberwindbar vorkam, unerreichbar oder gar unmöglich erschien, beginnt sich jetzt zu formen: unsere Selbstständigkeit!

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