Ab welchem Alter darf ich dazu stehen, dass ich graue Haare bekomme und wie mir die Färbetechnik Reverse Balayage den Übergang erleichtert.

Bei Männern ist das recht einfach: Sobald sich die grauen Haare zeigen werden sie offenbar automatisch attraktiver. Aber wie ist das eigentlich bei uns Frauen? Wir färben was das Zeug hält, ruinieren damit unsere Kopfhaut und riskieren Schuppen, Hautausschläge und Juckreiz. So lange es irgendwie geht wollen wir dem Grau auf unserem Kopf entfliehen. Denn bei Frauen sind graue Haare weniger sexy – denken wir.

Warum werden unsere Haare grau?

Etwa Mitte bis Ende 30 lässt die Produktion von Melanin in unserem Körper nach. Melanine sind dafür verantwortlich, dass unsere Haare eine Färbung haben. Lässt diese Melanin-Produktion nach, werden unsere Haare nach und nach grau. Wobei man sagen muss, dass sie nur zu Anfang grau aussehen. In Wirklichkeit sind sie weiß. Graue Haare sind – auch wenn dies oftmals behauptet wird – nicht struppiger oder krauser.

Unsere Gene geben vor, wann und ob wir überhaupt graue Haare bekommen. Sind die Eltern oder Großeltern bis ins hohe Alter davon verschont geblieben, so wird es einen selbst mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht treffen. Hormonelle Erkrankungen, ein erhöhter Nährstoffmangel oder die Einnahme von Medikamenten können jedoch auch dann zum Ergrauen der Haare führen. Wirklich vorbeugen kann man gegen das Grauwerden der Haare nicht. Eine ausgewogene Ernährung, die folsäure- und vitaminreich ist, kann aber dabei Unterstützen, die natürliche Haarfarbe möglichst lange zu erhalten. Durch eine gesunde Lebensweise kann die Melanin-Produktion besser arbeiten.

Ist eine Frau in den Wechseljahren, wird weniger Kreatin produziert. Kreatin ist der Hauptbestandteil menschlicher Haare. Durch den Mangel an Kreatin werden die Haare dünner und trockener. Wer in dieser Zeit bereits graue Haare bekommt wird feststellen, dass sie stumpfer werden. Eine regelmäßige gute Haarpflege kann dem vorbeugen.

Reverse Balayage – ein neuer Frisuren-Trend

Birgit Schrowange zeigte es: Sie täuschte geschickt mit einer Perücke vor, dass sie so aussieht wie zuvor. Auch sie färbte sich jahrelang die Haare. Da sie im Rampenlicht steht, konnte und wollte sie sich aber nicht einfach plötzlich die Haare grau färben. Sie lies geduldig über ein Jahr lang ihre Haare wachsen, ohne sie zu färben. Als sie schlussendlich die Perücke in die Ecke warf, war sie grau.

Ehrlich gesagt wäre das nicht gerade meine erste Wahl. Mit Perücke möchte ich nicht herumlaufen, bis meine Haare sich in ein fröhliches Grau verwandelt haben. Wer sich jedoch dazu entscheidet, zu seinen grauen Haaren zu stehen, dem kommt der aktuelle Trend Reverse Balayage ziemlich entgegen. Das Geheimnis dieser Färbetechnik liegt darin, die Haare am Ansatz heller zu färben als in den Spitzen. Passt man die Farbe am Ansatz den grau werdenden Haaren an, könnte das ein perfekter Übergang hin zum grauen Haar sein.

Vor gut zwei Jahren war der Granny-Look heiß begehrt. Mit einem Silberschopf lag man ganz weit vorne und zeigte, dass man modisch unterwegs war. Selbst junge Mädchen trugen graues Haar und haben somit die Wahrnehmung für diese Haarfarbe etwas verändert. Graue Haare sind längst nicht mehr Oma-Style. Generell liegen wir mit dem Herauswachsen der gefärbten Haare 2018 voll im Trend: Grau- und Blondtöne sind hoch im Kurs und machen uns Frauen das Leben dadurch leichter. Bei Kurzhaar-Frisuren fällt es nicht wirklich auf, wenn unsere Haare dann tatsächlich eines Tages grau sind. Natürlich grau und nicht mehr gefärbt.

Wem es steht

Wie so ziemlich alles ist auch das Tragen von grauen Haaren reine Typsache. Während so manche Frau damit pfiffig oder elegant aussieht, wirkt die andere hingegen blass und langweilig. Auch ist es eine Frage der Haarlänge. Ein schöner Grauton kombiniert mit einer trendigen Kurzhaar-Frisur kann wunderbar modisch aussehen.

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